PRÄSENT

Moderne Trauerforschung legt nahe, was Betroffene aus Erfahrung wissen: Trauer braucht Raum. Sie kann von außen weder beschleunigt noch behoben oder behandelt werden. Doch kann sie handelnd bekunden und erkundet werden zur Stärkung der emotionalen Tragfähigkeit.

Im Austausch mit anderen Betroffenen und mit individueller persönlichicher Begleitung der Gastgeberin erkunden und nutzen die Gäste unterschiedliche Gesprächs- und Handlungsangebote.

In offener Café-Atmosphäre gruppieren sich die Gäste bei Kaffee, Tee und Gebäck zu Austausch und Gespräch

Für die individuelle Gestaltung stehen inspirierende Materialien und (persönliche) Anleitungen bereit

Loyal und wertfrei warten Papier und Stift, Literatur und Poesie, innere Welten in Worte und Bilder zu fassen

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triffst du Gleichgesinnte, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Für viele Trauernde ist nach einem schweren Verlust der Zusammenbruch des sozialen Netzes ein zusätzliches Desaster. Gleichzeitig verfügen wir anfangs oft nicht über ausreichend Kapazitäten für eine aktive Aufrechterhaltung von sozialen Beziehungen.

In offener Runde kommen wir hier bei Kaffee, Tee und Gebäck zum Gespräch zusammen.

Dabei stehe ich euch als Gastgeberin und auf Wunsch auch als erfahrene Gesprächspartnerin zur Seite. Gespräche helfen dir, deine Verluste zu tragen bzw. Menschen, die du liebst, in der Trauer zu unterstützen.

Behutsam ausgewählte Handlungsimpulse dienen bei Bedarf als Gesprächsanlass oder Vertiefung.

Im Austausch mit anderen Betroffenen wachsen wir in den Verlust hinein, indem wir erleben, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht alleine sind.

Worüber wir z.B. reden könnten:

Im Atelier

stehen Materialien und Anleitungen (gerne auch persönlich) für kreatives Gestalten bereit. Sie sind so aufgearbeitet, dass die Gäste nach Belieben ein oder mehrere Stücke pro Besuch fertigen können – wie beispielswese einen vergoldeten Stein, eine selbst bedruckte Kerze, eine individuelle Grabvase oder eine Erinnerungsschachtel.

Im Vordergrund steht dabei immer das Handeln, das „Werkeln“, nicht das Ergebnis, das „Werk“.

Das Materialangebot wird stetig erweitert, so dass es von Termin zu Termin variieren und rotieren kann.

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Seit jeher betätigen sich Menschen künstlerisch um die Welt zu verstehen, insbesondere dann, wenn das Schicksal so überwältigend sinnlos erscheint.

Indem wir in die Trauer eintauchen und uns mit ihr beschäftigen, stärken wir unsere emotionalen Muskeln und lernen, das Untragbare zu (er)tragen.

Manuelle Betätigung unterstützt diesen Prozess, denn die Verbindung von Kopf, Herz und Hand ist fundamental. Wir erfahren – BERGREIFEN – die Welt mit den Händen.

In einer Art „therapeutischem Tun“ wachsen wir in das UNFASSBARE hinein.

findest du Raum für Rückzug und Selbstfürsorge.

Hier kannst du deinen Gedanken und Gefühlen nachhängen und dich innerlich mit deiner Trauer verbinden.

Indem wir dies tun, gewinnen wir wieder etwas an Klarheit und Kontrolle – wenn auch nicht über die Ereignisse, so doch über die Woge der Emotionen, die uns überrollt.

Mit dem Stift in der Hand werden wir sozusagen Meister unserer Geschichte und können Veränderungen wahrnehmen, die uns zeigen, wie wir uns entwickeln. Wir wollten diese Geschichte niemals verfassen. Aber wir können entscheiden, wie wir sie erzählen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die Trauer „hinter uns zu lassen“, sondern vielmehr darum, unsere emotionale Muskelkraft zu stärken und MIT der Trauer weiterzugehen.

In der Hingabe an eine Tätigkeit im Hier und Jetzt magst du im Kabinett auch Momente der Ruhe erfahren, die du vielleicht im Alltag sonst nicht finden kannst.

Und ist die Aufmerksamkeitsspanne in Trauerzeiten auch vielleicht strak eingeschränkt: Wenn du von Natur aus zu den intensiven Leserinnen und Lesern gehörst, wirst du womöglich auch jetzt nach treffenden Worten hungern. Eine kleine Bibliothek an Erfahrungsberichten, Ratgebern und literarischen Texten gibt diesem Hunger Nahrung.

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Wo Konventionen manches tabuisieren, warten Schreib- und Zeichenutensilien sowie ausführliche Übungsanleitungen darauf, innere Wirklichkeiten zu reflektieren und sie ungeschminkt in Worte und Bilder zu fassen.

Anregungen aus dem Kabinett

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